Kulturkonferenz

100 Deutsche und Dänen diskutieren Vernetzungsmöglichkeiten im Kulturraum Fehmarnbelt

Mit den Planungen zum Bau der festen Fehmarnbelt-Querung wächst bei Deutschen und Dänen der Wunsch nach einem engen Zusammenrücken. Eine zentrale, identitätsstiftende Rolle fällt dabei der Kultur zu. Wie sich kultureller Reichtum und Vielfalt in der Fehmarnbeltregion besser nutzen lassen, diskutierten mehr als 100 Kulturschaffende sowie Vertreter aus Politik und Verwaltung beider Länder auf der deutsch-dänischen Kulturkonferenz „Leben im neuen Kulturraum“ im Schloss Eutin. Im Mittelpunkt der Konferenz im Zuge des INTERREG-IV A-Projektes „kulturLINK Fehmarnbeltregion“ stand die Frage, welche Chancen der strategischen und praktischen kulturellen Zusammenarbeit es in der Fehmarnbeltregion gibt? „An einer konsequenten Vernetzung im gemeinsamen Kulturraum führe kein Weg vorbei“, sagte Matthias Schulz-Kleinfeldt, Hauptgeschäftsführer der IHK zu Lübeck und Vorsitzender der kulturLINK-Steuerungsgruppe in seiner Begrüßung. „Der Bedarf ist vorhanden, das haben wir in den vergangenen Monaten immer wieder erfahren“, betonte er und zog damit ein positives Fazit nach rund einem Jahr Projektlaufzeit.
Auf der Kulturkonferenz gaben die Projektverantwortlichen den Startschuss für die Internet-Plattform „www.kulturlink.org“, das interaktive Kernstück von kulturLINK. Die online Plattform bietet Künstlern die Möglichkeit, andere Projektpartner für grenzüberschreitende Projekte zu finden und gemeinsam Veranstaltungen zu initiieren. Interessierte Besucher können sich auf dieser Plattform auch über aktuelle kulturelle Events in der Fehrmarnbeltregion informieren.
In Workshops erarbeiteten die Teilnehmer Bausteine für die Herausforderungen bei internationalen Kommunikationskonzepten sowie Lösungsansätze für die strukturellen Herausforderungen Sprache, Entfernung, Finanzierung und unterschiedliche Verwaltungsstrukturen, die bei grenzüberschreitenden Kulturprojekten von Bedeutung sind. Zudem hatten die Kulturakteure die Möglichkeit, sich über Finanzierungsmöglichkeiten zu informieren und über Ideen für grenzüberschreitende Kulturprojekte zu diskutieren, die sich über mehrere Kulturthemenfelder erstrecken.

Hanne Pigonska, Kulturregion Midt- og Vest und Mitglied der Steuerungsgruppe, betonte im Schlusswort, dass die Kulturszene auf beiden Seiten des Fehmarnbelts sehr vielfältig ist, jedoch unterscheiden sich die Rahmenbedingungen deutlich. Sie fordert deshalb, dass insbesondere die Politik beider Länder einen ständigen Austausch auf höchster Ebene anstreben sollte.

Die Präsentationen des Tages, sowie die Ergebnisse der Workshops:

Teilnehmerliste
Präsentationen_Plenum
Präsentationen_Workshop
Video